posted by Katie

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kommt die 10:10 Braut!

Unsere 10:10 Deutschland Koordinatorin feiert eine CO2 –arme Hochzeit

Nicht oft sagt man “Ja, ich will” (oder “I do” wie es bei uns Briten heißt) gleich zweimal zur selben Person. Aber das ist genau was Mark und ich am 21. August in Shepperton, England, taten.

Nun, um ganz genau zu sein haben wir beim ersten Mal einfach nur „ja“ gesagt und nichts weiter. Da die Hochzeitszeremonie auf dem deutschen Standesamt keine Gelöbnisse und versprechen beinhaltet – und weil ich zu dem Zeitpunkt beide Handgelenke in Gips hatte (eine andere Geschichte) – haben wir entschieden das Ganze ein Jahr später noch mal zu machen, in einer Sprache die wir verstehen und mit dem Vorteil dass die Braut ein Glas Schampus halten und das Hochzeitsfrühstück essen kann ohne gefüttert zu werden.

Eine zweite Hochzeit hat uns auch die schöne Gelegenheit gegeben, unseren Segen zu „10:10-en“ und das haben wir getan. Manche Sachen waren leicht: die meisten unserer Gäste, die letztes Jahr aus England nach Deutschland geflogen sind, konnten dieses Jahr das Auto oder den Zug nehmen, da die Zeremonie und der Ort der Feier nebeneinander und in Laufnähe zum Bahnhof lagen. Wir haben unsere Gäste dazu ermutigt Fahrgemeinschaften zu gründen und das glückliche Paar (also wir) ist selbst mit der Bahn von Berlin nach London gereist (und auch wieder zurück!).

Zum Glück haben wir (gerade noch) in unsere Hochzeitsoutfits vom letzten Jahr gepasst, so dass diese recycelt werden konnten. Das Hochzeitsfrühstück beinhaltete kein rotes Fleisch (Rind, Lamm, Wild) oder Käse und es gab kein in Flaschen abgepacktes Wasser (nur eine Menge europäischen Wein natürlich!). Und um sicher zu gehen dass wir nicht 20 Toaster oder andere überflüssige Gegenstände bekommen, haben wir die Leute darum gebeten, als Geschenk an uns bei 10:10 mitzumachen. Als Gegenleistung bekamen alle eine Age of Stupid DVD und einen 10:10 Anhänger (wie in den Promizeitschriften).

Nach der Hälfte des Abends habe ich bemerkt dass draußen (schlau versteckte) Heizstrahler an waren, woraufhin ich zum Manager gerannt bin um die Dinger SOFORT ausschalten zu lassen. Und am nächsten Morgen habe ich die Hälfte meiner Gäste in Verlegenheit gebracht als ich darum bat den elektrischen Grill-Toaster auszuschalten da das Frühstück längst vorbei war!

Also, abgesehen davon dass alle denken wir sind verrückt (auf eine gute Weise, denken wir!), hoffen wir, dass wir einen positiven Eindruck beim Hotel und bei den Gästen hinterlassen haben und dass einfach ein paar mehr Leute daran arbeiten ihre persönliche CO2 Bilanz zu reduzieren.